Wie orientieren sich Blinde?

Hallo,

heute erzähle ich euch, was Blinden bei der Orientierung hilft und wie sie sich orientieren.

 

Der Blindenlangstock

Viele Blinde orientieren sich mit dem weißen Blindenstock. Mit dem Stock tasten sie den Boden vor ihren Füßen  ab wie mit einem verlängerten Zeigefinger. Dazu pendelt der Stock vor den Füßen des Blinden pausenlos hin und her. Wenn zum Beispiel ein anderer Bodenbelag kommt oder eine Laterne im Weg steht, hört und fühlt  man  das dann mit dem Langstock. Der Stock ist nicht nur ein wichtiges Hilfsmittel, sondern auch ein internationales Erkennungszeichen für Sehende. Er signalisiert: "Achtung, dieser Mensch sieht dich nicht!" Der Umgang mit dem Blindenlangstock wird in einem sogenannten Mobilitätstraining erlernt.

 

Der Blindenführhund

Führhunde sind speziell ausgebildete Hunde, die gelernt haben, blinde Menschen zu führen. Mehr über diese Tiere erfahrt ihr in einem gesonderten Beitrag, den ihr hier findet:

http://anders-und-doch-gleich.myblog.de/anders-und-doch-gleich/art/9886928/Der-Blindenfuhrhund-Ein-Hilfsmittel-mit-Seele

 

Das Blindenleitsystem

Blindenleitsysteme werden auch als Leitlinien bezeichnet. Vielleicht habt ihr am Bahnsteig oder auf der Straße schon diese Pflastersteine mit Noppen und Rillen drauf gesehen. Und vielleicht habt ihr euch auch schon gefragt, wofür die gut sein sollen. Diese Pflastersteine SIND das Blindenleitsystem!!!! Rillenplatten sagen: "Bitte folgen!" und Noppenplatten sagen soviel wie: "Achtung, aufpassen. Hier kommt eine Treppe oder eine Abzweigung".

 

 

Die Blindenampel

Habt ihr auch schon mal an der Straße eine Ampel piepen gehört? Ja? Dann seid ihr schon mal einer Blindenampel begegnet. Diese Ampeln helfen uns Blinden dabei, die Straße sicher zu überqueren. Während es rot ist,

Brailleschrift/Profilschrift

Auch Blindenschrift oder tastbare Schwarzschriftbuchstaben (Profilschrift) können eine große Hilfe sein. Vor allem an den Treppengeländern zu den Gleisen am Bahnhof, im Aufzug oder an oder auf wichtigen Tasten.

 

Ansagen und akustische Informationen

Vor allem am Bahnsteig sind Ansagen unverzichtbar. Woher soll der Blinde sonst wissen, welcher Zug grade einfährt? Aber auch im Aufzug sind sie echt hilfreich: Was bringt schon Brailleschrift an den Tasten, wenn man nicht weiß, ob man im richtigen Stockwerk gelandet ist?  

 

Smartphone und co.

Auch das Smartphone bietet viele Möglichkeiten: Google Maps, die Karten-Apps der einzelnen Hersteller oder spezielle Apps für Blinde wie "Blindsquare" helfen sehgeschädigten Menschen, sich besser zurechtzufinden und sich neue Wege zu erarbeiten.

 

Hilfsmittel für Blinde

Neben diesen Hilfen gibt es aber auch extra Hilfsmittel für Blinde: Egal ob Blindennavi, Laser-Langstock, Ultraschall-Hinderniserkennung oder ein vibrierender Navigürtel, die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.

Carina am 15.10.17 19:45

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