Vorstellung Johannes

Hallo liebe Leser!

Ich heiße Johannes. Ich wurde 1994 in Curitiba, Brasilien geboren und bin blind. Seit meinem zweiten Lebensjahr lebe ich in Deutschland. Derzeit studiere ich Politikwissenschaft an der Philipps-Universität in Marburg. Meine Schulzeit verbrachte ich zunächst an der Blindenschule in Friedberg und ab der dritten Klasse als Inklusionsschüler an „normalen“ Regelschulen.2016 schaffte ich das Abitur und lebe seit dem mit meiner Verlobten in Marburg. Nach Beendigung des Studiums würde ich gerne als Journalist arbeiten.

 

In meiner Freizeit interessiere ich mich neben der Politik vor Allem für Sport und schreibe Artikel für

http://www.blindenfussball.net

Neben Beiträgen zum Behindertensport werdet ihr von mir vor Allem Texte über Inklusion und Teilhabe, das Studentenleben von einem Blinden und die Situation von Menschen mit Behinderung in meinem Heimatland Brasilien lesen. Auch die Frage „Was tut eigentlich die Politik für Menschen mit Behinderung in Deutschland, Europa und in Ländern wie Brasilien?“ möchte ich in meinen Artikeln aufgreifen.

 

Ich hoffe ich wecke mit diesen Themen euer Interesse.

Bis bald,

Johannes!

1 Kommentar Johannes am 30.12.17 18:16, kommentieren

Von der geschützten Welt in die freie Wildbahn

Ich möchte hiermit allen die früher in einem Internat, Heim etc. gelebt haben und ein Handikap haben, Mut machen. Mein Weg aus dem geschützten Umfeld "Internat".

 

Ich möchte euch ja auch nicht nur die guten Seiten von einem Leben außerhalb der geschützten Welt zeigen, sondern ich möchte euch eigentlich hiermit Mut machen. Weil wer es nicht probiert, kann auch nicht später sagen, ob es klappen würde.

 

 

Ich war neun Jahre lang im Internat der "Stephen Hawking Schule“ in Neckargmünd, bevor ich trotz meines Handicaps den Sprung in die freie Wildbahn wagte. Vielleicht wissen einige von euch, dass man in einem sehr geschützten und behutsamen Rahmen in so einer Zeit lebt.

 

Ich habe viele Höhen und Tiefen erlebt und das wird mich auch mein ganzes Leben lang weiter begleiten, nur wahrscheinlich in abgeschwächter Form.

 

Im September 2016 habe ich eine Ausbildung zur Sozialassistentin an der SRH Fachschule in Frankfurt begonnen. Bevor ich überhaupt mit der Ausbildung starten konnte, musste ich eine Unterkunft in Frankfurt finden, was schon eine Herausforderung für sich ist. Viele denken jetzt „OK“, die hat ein Handikap, dann ist es doch das leichteste, wenn sie in ein Heim oder eine betreute Wohngemeinschaft geht. Nein, ich habe mir gesagt, wenn schon, dann auch richtig. Also begab ich mich auf die Suche nach einer WG, weil ganz alleine wollte ich dann auch nicht wohnen. Jedoch scheiterte ich schnell daran, weil ich mit meinem Rollstuhl nicht in den dritten Stock eines Altbaus „fliegen“ kann. Also machte ich mich auf die Suche nach einer eigenen Wohnung, um dann eine WG zu gründen. Leider bin ich auch hier auf viele Absagen gestoßen, aber das konnte mich nicht von meinem Vorhaben, auszuziehen von zu Hause, abhalten. Denn nur weil wir ein Handikap haben, heißt das noch lange nicht gleich, dass wir keine Entscheidungen selber treffen dürfen.

 

Anfang der Sommerferien hatte ich dann endlich eine Wohnung.

Nun hieß es Hoffen und Bangen, dass die Schule mir eine Zusage schickt, die hatten sich nämlich auch nicht mehr bei mir gemeldet. Eine Woche vor Ausbildungsbeginn kam endlich der Bescheid. Unter einer Bedingung: ich musste mir meine Schreibhilfe selber organisieren (ohne die es sich für mich nicht gelohnt hätte anzufangen).

Nebenbei suchte ich auch noch Mitbewohner. Kaum hatte ich jemanden, kam auch schon einige Tage später die Absage, meist mit der Begründung "es ist zu teuer ". Die Wohnungsmieten in Frankfurt sind halt sehr hoch, und dazu kommt noch der Aufzug, der den Preis zusätzlich in die Höhe treibt.

 

Ausbildung

 

Ich kam am ersten Tag in die Schule und merkte sofort, hier ist eine große Unsicherheit im Raum, aber das hatte ich mir fast schon gedacht. Ich bin also, wie jeder andere, erstmal mit zu der Einführungsveranstaltung gegangen, in meinem Fall gefahren, und danach wurde uns das Gelände und was drum herum ist, gezeigt. Da haben sich dann auch schon die ersten Hindernisse gezeigt, weil, um aus der Schule zu kommen, muss man zwei Stufen hinunter (nur der hintere Eingang ist ebenerdig). Alle standen unbeholfen um mich herum, bis ich ihnen genau gesagt habe, was wer machen muss.

Später in der Klasse mussten wir uns alle vorstellen. Da ich mir das schon dachte, hab ich mir auch schon Gedanken gemacht, was ich sage. Ich habe mir gesagt, dass ich nur das Wichtigste sage, und wer mehr über mich und mein Handikap erfahren will, muss zu mir kommen und mich selber fragen, und ich entscheide dann, was ich ihnen sage und was nicht.

Ich musste mich nebenher noch um die Wohnung kümmern. In der ersten Woche war zum Glück noch meine Mutter da, die einiges übernommen hat. Nach der Woche war ich dann allerdings auf mich allein gestellt, es machte mir in diesem Moment aber nichts aus. Ich war ungefähr einen Monat allein, bis ich endlich jemanden für die WG gefunden hatte. Außer der Wohn- und Schulsituation musste ich mir noch genau überlegen " was mach ich wann, und wie komm ich wohin".

Ich saß jeden Abend Stunden lang da und überlegte mir, was ich am nächsten Tag machen muss, und wie ich dahin komme.

Zusätzlich musste ich mich aber auch immer darum kümmern, dass meine Schreibhilfe in den richtigen Stunden bei mir war, was gar nicht so einfach war, da wir alleine im ersten Halbjahr jede Woche einen anderen Stundenplan bekamen. So kam es auch oft vor, dass ich allein im Unterricht war. Im Unterricht habe ich mir dann die Mitschriften von den Mitschülern holen können, nur bei den Arbeiten geht das halt nicht. Beim ersten Mal hat die Schule noch mitgemacht, allerdings beim zweiten Mal nicht mehr, also durfte ich die Arbeit alleine schreiben, was für mich eine enorme Belastung bedeutet.

 

Mein Alltag hat sich schrittweise eingependelt, ich weiß genau, wann ich was machen kann und muss.

 

In der Schule hat sich auch einiges getan, der Stundenplan ändert sich nicht mehr ständig, sodass ich nicht mehr ständig bei meiner Schreibhilfe im Büro anrufen muss. Um dann zu hoffen, dass nicht schon alle verplant sind und ich mich allein durch den Schultag schlagen muss.

 

Alltag

 

Leider kommen fast jeden Tag unvorhersehbare Zwischenfälle in meinen Alltag, und es ist selten, dass der Tag nach Plan läuft. So zum Beispiel hat letztens mal beim Einkaufen mein Rollstuhl gestreikt, er wollte einfach nicht mehr, und ich stand hilflos mitten im Laden, weil mich konnte man auch nicht mehr schieben. Nach unzähligen Versuchen hat er sich doch endlich dazu entschieden, schwergängig sich bewegen zu lassen.

 

Ich habe oben mit Absicht nicht das Wort "nie" verwendet, weil dann doch mal so ein Tag kommt, an dem alles so klappt, wie man es sich wünscht. Dann soll man den Tag festhalten und sich darüber freuen.

Auch in der Schule habe ich immer Momente, die mich in meinen Vorhaben bestärken. Zum Beispiel kommt es ab und zu im Pflegeunterricht zu Situationen, die niemand ahnt: wenn wir was besprechen, und ich dann sage, dass es mir damals auch so erging, dann sind alle erstmal erstaunt. Aber das ist nicht schlimm für mich, ich hätte am Anfang ja alles erzählen können.

 

So Momente geben mir immer Kraft, weil einfach niemand damit rechnen konnte, dass ich trotzdem sowas in meinem Leben mache.

 

Ich hatte am Anfang auch meine Zweifel, aber ihr seht ja selbst, es kann alles klappen. Jeder Anfang ist schwer, man muss nur lernen die schönen Dinge im Leben fester zu halten.

 

Glaubt an euch

Ihr schafft das!!!

 

Eure Luise  

Luise Pape am 15.9.17 18:50, kommentieren

Nafisa, der Dual-Assistenzhund

Hallo,

 mein Name ist Gabriela, bin Jahrgang 1974 und komme aus der schönen Schweiz am Bodensee. Meine Hobbys sind Tiere am Liebsten Hunde und Malen oder Zeichnen. Ich bin seit Jahren mehrfach erkrankt. Durch sexuellen Missbrauch habe ich eine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung, zudem bin ich an diversen Imunerkrankungen erkrankt unter anderem an einer Itp, einer Diabetes, einer Polyneuropathie, des weiteren bin ich mehrheitlich auf einen Rollstuhl angewiesen. Meine Wirbelsäule,  meine Nerven und Muskeln sind auch angegriffen, so das ich seit Jahren auf sehr viele Medikamente angewiesen bin, um überhaupt was machen zu können oder die schmerzen, die mich immer begleiten, zu ertragen. Darum bin ich auf den Gedanken gekommen für eine Assistenzhündin. Ich habe, da es auch nichts einheitliches gibt in der Schweiz, einen Verein gegründet: " Assistenzhund Freunde". Ich wusste, dass ein Hund meiner Seele und meinem Körper gut tut. Nun das aller wichtigste in diesem Beitrag:  Meine nicht in Worte zu fassende

Nafisa Dream. Sie ist nun eine 3 Jahre alte Weiße Schäferhündin mit halblangem Fell. Nafisa wird zum Dual Assistenzhund Ausgebildet, und zwar als LPF (lebenspraktische Fähigkeiten z.b. für Menschen im Rollstuhl) und Ptbs. Ich habe Nafisa die ersten 2 Jahre praktisch selbst Ausgebildet, hab sie sozialisiert sie fast überall mit genommen. Mir viel immer wieder was neues ein wie z.b. auf eine Baumaschine oder in eine Baggerschaufel, auch eine Kinderschaukel usw.

Wir haben apportiert und geübt so gut wir konnten aber ich merkte auch, dass es trotz vielen Jahren Hundeerfahrung  im Rollstuhl völlig anders ist, einen Hund zu erziehen. Als ich schon fast aufgeben wollte, hab ich für uns super passende Hundetrainerinnen gefunden, die uns bis heute so 1 bis 2 mal im Monat eine Trainingsstunde geben. Wir lernen dann in der Zwischenzeit die Hausaufgaben. Aber ohne Training zu Hause und Unterwegs kommt man nicht weiter. Nafisa lernt mir Sachen auf zu lesen egal was. Von Kleingeld über Geldkarten von Metall Laternen bis zu Kerzen. Sie Apportiert mir 1.5 Liter  Getränkeflaschen oder meine Gehkrücke. Apportiert Leine und Schuhe.  Sie lernt z.B. beim Tierarzt auf den Behandlungstisch zu springen, Türen aufzumachen.  Aber auch dinge wie Licht machen, Schuhe und Socken und Jacken ausziehen.  Mir als Stütze dienen und als sicherer Halt. Das ist  für die Lpf Ausbildung, für die Ptbs Ausbildung sind es z.B. mich anzustupsen-  auch energisch -  bei Flashbacks, mich aus Alpträumenwecken und Licht machen. Mich von vorne blocken wenn mir Menschen zu nah kommen. Beim Türe schliessen hinter mir stehen. Notfalltasche holen, aus Panik trösten, Mich erden mit Körperkontakt. Und vieles mehr

Es gibt verschiedene Ausbildungsmethoden:

1. Fremdausbildung

Da wird der Hund komplett von Trainern Ausgebildet und dann mit dem Erkrankten zusammengeführt. Oft bei Blindenführhunden gesehen aber auch bei Lpf Assistenzhunden.

2. Teil-Fremdausbildung

Da wird der Welpe erst in eine Patenfamilie gebracht, wo er Grunderziehung und Sozialisierung erhält. Danach entweder ganz zu den Trainern geht oder zu den Erkrankten und die Assistenzausbildung zusammen mit Trainern gemeinsam ausbilden

2. Teil-Selbstausbildung

Ist das was ich mit Nafisa mache, gemeinsam mit Trainer stunden und dann selbst üben

4. Selbstausbildung

Wenn man den Hund ganz alleine ohne Hilfe Ausbildet

Mein Hund wird über ein Markerwort ähnlich wie ein Klicker und Belohnung Ausgebildet, und ohne dem Hund Schmerzen zu bereiten.

Gabriele am 6.9.17 18:07, kommentieren

Der Youtube-Kanal "Creative Chins"

Hallo!!!

Ich bin Lisa, bin 18 Jahre alt und ich bin seit August 2014 blind. Außerdem habe ich keine Nase. Nachdem ich erblindet bin, musste ich mir ein neues Hobby suchen, weil malen nicht mehr ging. Ich bin dann zuerst zur Handarbeit gekommen, aber das war nicht das Wahre. Vor ca. einem Jahr bin ich dann auf die Idee gekommen, ich könnte mich ja im Filme drehen probieren. Gesagt, Getan! Ich habe zuerst ein paar Videos über mich und meine Chinchillas aufgenommen.

Bevor ich euch jetzt erkläre, wie ich es angestellt habe, muss ich euch erstmal meinen kleinen Youtube-Kanal vorstellen. Mein Kanal heißt "Crative Chins" und dort mache ich Videos über und mit meinen Chinchillas. Meine beiden Chinchillas leben seit August 2016 bei mir und fühlen sich hier auch sehr wohl. Sie sind meine 2. Chinchillas, daher habe ich auch schon Wissen über diese Tiere in mich aufgesogen und kann es an Andere weiter geben. Die Chinchillas sind aber nicht die einzigen Tiere, die bei mir und meiner Familie leben, denn  ich lebe auf einen kleinen Bauernhof. Bei uns leben Gänse, Enten, Hühner, 4 Katzen, 2 Hunde, 4 Lemminge und die beiden schon erwähnten Chinchillas. Das Besondere an unserem Bauernhof ist, dass auch kranke und behinderte Tiere bei uns leben. Fridolin ist unsere blinde Gans, sie lebt bei uns, seit sie ein Küken ist, und hat lebenslanges Wohnrecht. Meine Chinchillas sind auch nicht ganz gesund, weil einer meiner Chinchillas wurde von der Vorbesitzerin gequält und hat daher einen gerissenen Schwanz. Durch den gerissenen Schwanz hat ser leider Gleichgewichtsprobleme und kann nicht gut springen. Das war es erstmal mit den Tierchen. 

Jetzt erzähle ich euch, wie ich eigentlich meine Videos mache und was ich dazu brauche. Das Video drehen war alles noch ziemlich einfach, aber dann ging es ans Bearbeiten und das war schon 'ne ganz andere Nummer. Ich habe wochenlang suchen müssen, um endlich ein Schnittprogramm zu finden, was mit TalkBack oder mit JAWS funktioniert. Ich habe dann „Power Director" von Cyberlink gefunden und dies Funktioniert in Kombination mit TalkBack super. Ja klar, manchmal braucht es auch zwei Anläufe, aber das stört mich gar nicht. Ich kann damit meine Videos schneiden, Texte und Bilder einfügen oder andere Videos importieren oder sogar parallel ablaufen lassen. Ich brauche ca. 1 Stunde um ein normales Video zu bearbeiten. Das heißt, dass ich alles schneide und aneinander füge, an den Übergängen mit Effekten arbeite und zwei oder drei Texte/Bilder einfüge, um Dinge besser zu erläutern. Manchmal benötige ich aber auch mal zwei Stunden, um ein Video zu bearbeiten, weil ich vieles einfügen möchte oder viele kleine Videoschnipsel habe. Power Director kann man sich für Android, IOS und für Windows runterladen. Ich kann euch aber jetzt nicht sagen, wie gut oder schlecht es auf Windows oder IOS läuft, da ich es unter Android verwende. Das Bearbeiten und Schneiden war die größte Hürde für mich, aber diese habe ich auch überwunden. Ich hatte dann meine ersten Videos fertig und musste mich nun mit dem Uploaden beschäftigen, aber das war leichter als gedacht, weil die Youtube-App zum Glück barrierefrei ist und das ist wirklich schön. Meine ersten Videos waren natürlich noch ziemlich doof geschnitten, aber das kann ich mittlerweile auch ziemlich gut. Immer, wenn ich ein Video fertig habe, lasse ich meine Mutti, einen Kumpel oder meinen Freund drüberschauen, weil manchmal sitzen die Texte nicht richtig oder ich bin beim schneiden ein wenig verrutscht. Außer des Youtube-Kanals habe ich auch eine Facebook-Seite über meinen Kanal erstellt. Diese trägt den selben Namen wie mein Kanal (also "Creative Chins". Ich werde euch am Ende des Beitrags meinen Kanal und die Facebook-Seite verlinken, sodass ihr sie leichter finden könnt. Auf meinem Kanal findet ihr aktuell 33 Videos und ich habe 36 Abonnenten. Ich weis, dass es nicht viel ist, aber für mich ist es schon ein Riesenerfolg gewesen, dass ich so schnell über 30 Abonnenten zusammenbekommen habe. Mein erfolgreichstes Video ist mein allererstes, in dem habe ich mich und meinen Kanal Vorgestellt. Mein Video mit den meisten Kommentaren ist ein Video über meine Erkrankung, über diese werde ich euch auch noch Berichten. Mein Video mit den meisten Likes ist  ein Video, in dem ich das Internat vorgestellt habe, in dem ich lebe. Außer diesen Videos habe ich noch Videos über Nager DIYs, meine Gehege, Haltung der Tiere und über Programme für Blinde und Sehbehinderte hochgeladen. Es ist also eine bunte Mischung aus mehreren Bereichen, aber mein Schwerpunkt liegt bei den Chinchilla Videos und Videos über ihre Haltung.

 

Aber was sind denn überhaupt Chinchillas???

Chinchillas sind Nagetiere mit einem ausgeprägten Nagetrieb. Sie  kommen ursprünglich aus den Anden in Südamerika und dort leben sie auf einer Höhe von 1000-3000 M über Null. Sie sind in ihrer Heimat fast ausgestorben und stehen somit unter Naturschutz. Sie wurden in den 70er und 80er Jahren wegen ihrem schönen flauschigen und weichen Fell gejagt, gefangen, gezüchtet und geschlachtet. Leider halten manche Menschen die Tiere immer noch aus diesem Grund und das ist schade, weil es sind so liebevolle Tiere. Sie sind sehr soziale Tiere, deshalb sollte man diese Tiere nie alleine Halten. Für Anfänger sind eingespielte und gleichgeschlechtliche 2er bis 4er Gruppen zu halten, weil eine Vergesellschaftung ist ziemlich knifflig. Chinchillas sind zwischen 30-45 CM groß, 1/3 davon ist der buschige Schwanz. Sie sind sehr flauschig von Kopf bis zur Schwanzspitze und es gibt sie in vielen verschiedenen Farben und Mustern. Sie benötigen immer ein Sandbad mit Chinchillasand, weil sie sich darin Baden, um ihr Fell zu entfetten. Bitte nicht mit Wasser baden, weil dann das Fell verfilzt und das möchte glaube ich keiner. Diese Tierchen benötigen sehr viel Platz, sind also nix für kleine Wohnungen und man sollte beachten, dass sie alles annagen. Wenn ihr Holzmöbel habt, müsst ihr damit rechnen, dass sie angefressen werden. Dies ist in kleinen Mengen nicht giftig, aber sie sollten nicht zu viel Lack abnagen können, weil dieser kann giftig für sie sein. Man muss auch beachten, dass Chinchillas über 20 Jahre alt werden können. Wenn ihr noch mehr Infos über diese wunderbaren Tiere wissen wollt, dann schaut auf meinem Kanal vorbei.

 

Nun möchte ich euch aber auch noch kurz ein paar Infos zu mir geben.

Ich bin wie schon erwähnt 18 Jahre alt und Besuche die 11. Klasse eines Gymnasiums in Brandenburg. Ich wohne bei meinen Eltern in Sachsen-Anhalt, genauer gesagt lebe ich in der nähe von Halle (Saale) in einem kleinen Dorf mit knapp 190 Einwohnern. Von Sonntag Abend bis Freitag Mittag bin ich im Internat und das ohne meine Tiere. Das war am Anfang schon ziemlich komisch und ungewohnt. Ich hatte bis zum 26.8.2014 noch eine Sehkraft von 5-10%, zwar nur auf dem linken Auge, aber ich konnte alles machen, was ich wollte. Auf dem rechten Auge bin ich schon immer vollblind und links bin ich seit dem 26.8.14 blind. Ich kann jetzt nur noch hell/dunkel unterscheiden und starke Farbkontraste kann ich auch noch sehen. Ich hatte oben auch mal kurz erwähnt, dass ich keine Nase habe. Da fragt ihr euch bestimmt, wie ich es meine, das ist eigentlich ganz schnell erklärt. Ich habe einen sehr seltenen Gendefekt und mir fehlt ein Protein. Es gibt weltweit nur 50 Betroffene.  Meine Schwester und ich sind weltweit die einzigen Geschwister mit dieser Erkrankung. Sie wirkt sich sehr unterschiedlich aus, manche haben einseitig oder beidseitig Anophthalmia (fehlende Augäpfel) und gar keine Nase, also alles platt oder sie haben einen knöchernen Hügel ohne Nasenlöcher. Andere haben einseitig oder beidseitig Microphthalmia (verkleinerter Augapfel) und gar keine Nase, also alles platt oder sie haben einen knöchernen Hügel ohne Nasenlöcher. Alle Betroffenen haben entweder gar keine Nebenhöhlen und andere Verbindungen von der Nase in den Rachenraum oder zu den Augen oder sie sind nur teilweise vorhanden. Sehr viele der Betroffenen lassen sich eine künstliche Nase machen, aber dort können sie nie durchatmen geschweige denn etwas riechen. Ich bin daher der Meinung, dass ich mich nicht operieren lasse, weil ich keinen Sinn darin sehe. Es wäre ja dann nur ansehnlicher für meine Mitmenschen und dafür muss und will ich es nicht machen. Ich bin so geboren und möchte auch so bleiben. Da diese Krankheit so selten ist, gibt es auch relativ viele Filme von mir und meiner Schwester. Wir waren bis ca. 2008/2009 mehrfach im TV zu sehen. Daher kommt vielleicht auch meine Begeisterung zum Filmen. So das war es erstmal von mir. Ich werde euch alles unter diesem Text verlinken und ein paar Bilder von mir und meinen Tieren dran hängen.

Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, diesen Text zu lesen und viel Spaß auf meinen Kanal.

 

 

Facebook:

https://www.facebook.com/Creative-Chins-340966863014768/

 

Youtube:

https://www.youtube.com/channel/UCEX4CgKYAm032VxJGI0CjNw

Name

3 Jahre

1 Jahr

Alter

3 Jahre

1 Jahr

Geschlecht

Weibchen

Weibchen

Geboren

14.7.

10.7.

Einzug

August 2016

Oktober 2016

Lieblings-Leckerlie

Gojibeeren, Apfelchips, Kürbis

und Weintrauben

Gojibeeren, Bananenchips, Kürbis und Weintrauben

Unbeliebte Leckerlie

Tomate und Birne

Tomate und Birne

Färbung

Silberschecke

Standard

Gesundheit

Gerissener Schwanz durch festhalten am Schwanz von der Vorbesitzerin

Kern Gesund

Charakter

neugierig, vorsichtig, verfressen und verschmust

neugierig, quirlig, eifersüchtig, wie ein Flummi und verfressen

 

 

ein paar Infos zu meinen beiden Chinchillas:

 

 

 

 

2 Kommentare Lisa am 31.8.17 18:26, kommentieren

Wie die Hörgeschädigten-Freizeit und Sportgruppe Franken (HFS Franken) entstanden ist

Hallo,

Frau Greiner hat gemeinsam mit einer Freundin einen Sportverein für Hörgeschädigte gegründet. Wie es dazu kam, erzählt sie uns heute:

 


Nach einer wunderschönen Winterfreizeit 2004 in Flachau im Salzburger Land, die der Deutsche- Schwerhörigen -Sport-Verband (DSSV) veranstaltet hat, reifte bei mir und meiner Freundin der Plan, auch in Franken eine Schwerhörigen-Sportgruppe zu gründen, da es bis dato nichts Vergleichbares für Schwerhörige Aktivisten in der Region gab.


Unsere Idee war es, diese Sportgruppe beim Nürnberger Schwerhörigen-Verein einzubinden, um auch hier für jüngere Mitglieder zu sorgen. Leider bekamen wir vom damaligen Vorsitzenden des Nürnberger  Schwerhörigenvereins keinerlei Unterstützung, weil das Ganze seiner Meinung nach  viel zu teuer ist.


Dann ruhte diese Idee erst einmal.


Aber irgendwie ließ uns diese Sache damals keine Ruhe.


Meine Freundin nahm dann diese Angelegenheit selbst in die Hand und suchte im Internet und telefonierte, auch nahm sie Kontakt mit den Vorständen der bereits bestehenden Schwerhörigen-Sport-Vereine auf. Bis sie ausreichende Informationen gesammelt hatte, verging fast ein Jahr. Wertvolle Informationen bekamen wir von den Vorständen der Schwerhörigen-Vereine in Düsseldorf und München.


Nun schaltete ich mich auch wieder ein.  Nach einigen Telefonaten mit Düsseldorf und München stand unser Plan fest, wir packen es an.


Selbstständig machen als „e. V.“ (eingetragener Verein)kam nicht in Frage, da aufgrund der kleinen Gruppe immense Kosten auf uns zugekommen wären.


Durch eines unserer zukünftigen Mitglieder wurde der Kontakt zwischen dem damaligen Vorsitzenden der ISG-Erlangen und mir hergestellt. So kamen wir dann am Anfang bei der ISG-Erlangen unter.


Nun brauchten wir noch 7 Mitglieder, aber die hatten wir schnell in unserem Freundes- und Bekanntenkreis gefunden.


Am 11.11.2006 war es endlich soweit.


Beim Gehörlosen-Sport-Club Fürth fand die Gründungsversammlung und die Vorstandswahl der HFS Franken statt. Ich wurde als Vorstand gewählt.


Kurz nach der Vereinsgründung der HFS Franken wurden wir zum 01.01.2007 bei der ISG-erlangen als Untergruppe aufgenommen. Seitdem mischen die „Franken“ erfolgreich bei den DSSV-Meisterschaften mit.


Wir trafen uns einmal im Monat und unternahen etwas gemeinsam z.B. Wandern, Ausflüge, gemeinsame Kino- oder Theaterbesuche, auch Sport usw.,  was eben von den Mitgliedern gewünscht wurde, um auch denjenigen Mitgliedern, die nicht so sportlich waren, die Möglichkeit zu geben, aus der Isolation heraus zu kommen. Im Jahr 2011 waren wir der Beste Verein Im DSSV, wir hatten die meisten  Meisterschaften des DSSV gewonnen. So ging es weiter bis 2011. Da fand unser 3-tägiger Vereinsausflug ins Fichtelgebirge statt. Hier fand auch die Neuwahl statt. Ich gab den Vorsitz in jüngere Hände ab, aber ich bin immer noch als Beisitzerin dabei.


Mittlerweile hat sich die HFS Franken vergrößert. Und ist ein „e.V.“ Wir haben nun 22 Mitglieder, dabei sind 3 Gründungsmitglieder noch mit dabei. Auch das Angebot ist größer geworden, trafen wir uns die ersten 5 Jahre nur ein Mal im Monat, gibt es heute jeden 2ten Samstag im Monat ein Sportangebot, jeden 4ten Samstag im Monat ein Freizeitangebot, jeden 2ten Sonntag im Monat Schwimmen und Wassergymnastik . In diesem Jahr ging unser Vereinsausflug nach Paris ins Euro-Disney für 5 Tage. Wir nehmen auch erfolgreich an Freizeit-Boule Veranstaltungen teil. Vor allem Alleinstehende nehmen unser Angebot dankbar an.


 

 

Anita Greiner am 21.8.17 21:03, kommentieren